Ruhe - die unterschätzte Führungspower

Wenn bei Andrea´s REWE plötzlich alles gleichzeitig passiert, erkennt man ziemlich schnell, wie man in der Führung wirklich tickt.

Die Kühlung meldet eine Störung. An der Kasse bildet sich eine Schlange. Die Obstbestellung muss raus. Ein Aussendienstler wartet. Das Telefon klingelt.

Und irgendwo sucht jemand dringend den Schlüssel für die Leergutautomaten.

Willkommen in einem ganz normalen Dienstag.

Früher dachte ich, gute Führung bedeutet, in solchen Momenten besonders viel zu machen. Überall gleichzeitig zu sein.

Heute glaube ich etwas ganz anderes. In stressigen Situationen schaut das Team zuerst auf die Führungskraft.

Nicht, weil das Team erwartet, dass jedes Problem gelöst wird.

Sondern weil sie alle wissen möchten: "Ist das jetzt wirklich so schlimm?"

Emotionen sind ansteckend. Hektik auch.

Ruhe übrigens genauso.

Deshalb hat mein Führungsteam von mir gelernt, gerade dann langsamer zu sprechen.

Erst zuzuhören, dann entscheiden.

Nicht jede Situation braucht sofort eine Lösung. Die meisten brauchen zuerst einen klaren Kopf.

Der Oktopus fasziniert mich genau deshalb.

Er wirkt fast gelassen, dabei verarbeitet er permanent unglaublich viele Informationen.

Ruhe bedeutet eben nicht, nichts zu tun. Ruhe bedeutet, sich nicht von jeder Welle mitreißen zu lassen.

Vielleicht ist das eine der größten Führungsaufgaben überhaupt.

Nicht selbst zum größten Stressfaktor im Raum zu werden. Sondern der Mensch zu sein, an dem sich andere orientieren können.

Oktopus - Impuls Zum Mitnehmen: Deine Stimmung wird oft zur Stimmung des Teams.

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Unnahbarkeit und Autorität