Hier gehöre ich hin.

Kreta hat mein Leben mehr verändert als jeder Ratgeber.
Vielleicht, weil das Meer manchmal klügere Antworten kennt als jedes Buch
.

Nicht, weil dort alles perfekt ist.

Nicht, weil das Leben dort einfacher wäre.

Sondern weil ich dort wieder hören kann, was meine Seele mir sagen will.

Ich war Anfang zwanzig das erste Mal auf Kreta. Und schon damals hatte ich dieses seltsame, kaum erklärbare Gefühl: Hier gehöre ich hin.

Ich stand am Meer, atmete tief ein und merkte plötzlich, wie etwas in mir ruhig wurde. So ruhig, wie es im Alltag selten ist.

Seitdem kehre ich immer wieder zurück.

Nach ein paar Tagen auf der Insel passiert jedes Mal etwas Eigenartiges: Die Wellen spülen nicht nur den Sand am Strand hin und her – sie scheinen auch meinen Kopf einmal gründlich durchzuspülen. Gedankenlärm, Zweifel, Erwartungen – all das, was sich im Alltag ansammelt, wird plötzlich leiser.

Und wenn es leiser wird, höre ich sie wieder: meine innere Stimme.

Viele der wichtigsten Entscheidungen meines Lebens habe ich deshalb genau dort getroffen.

Auf Kreta habe ich beschlossen, einen Job zu verlassen, der längst nicht mehr zu mir passte.

Dort habe ich den Mut gefunden, mich von einem Leben zu trennen, mit dem mich am Ende eigentlich nur noch die Adresse verbunden hat.

Dort habe ich den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt.

Und ja, sogar der Name für mein Lädchen ist dort entstanden: Andrea’s REWE.

Wenn ich heute darüber nachdenke, ist Kreta für mich so etwas wie mein persönlicher Ort für Klarheit geworden. Mein Platz zum Durchatmen. Mein Platz zum Entscheiden.

Aber Kreta war nicht nur der Ort für Neuanfänge.

Es war auch der Ort für ein Versprechen.

Dort habe ich meinem Mann ein Together forever versprochen - mit Blick auf das Meer, die warme Luft auf der Haut und diesem Gefühl von: Genau so soll sich Leben anfühlen.

Vielleicht liegt die Magie dieser Insel für mich darin, dass ich dort einfach ich selbst sein kann. Ohne Rollen. Ohne Erwartungen. Ohne das Getöse im Kopf, das uns im Alltag so oft begleitet.

Wenn es still wird, wird vieles klar.

Dann höre ich wieder, was meine Seele mir sagen will.

Und ich habe gelernt, darauf zu vertrauen, dass das, was von innen kommt, meistens ziemlich genau weiß, wohin es will.

Deshalb liebe ich Kreta.

Jeder Mensch hat einen soulplace.
Meiner spricht Griechisch und riecht nach Meer.

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